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Groß Borstel

Der Stadtteil Groß Borstel (Borstel leitet sich übrigens vom altsächsichen bur-stal ab und bedeutet Wohnstelle) war bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugziel der Hamburger und verfügte über mehrere große Ausflugslokale und über eine Rennbahn. Nördlich der Rennbahn entstanden 1911/12 die Hamburger Luftschiffhallen, mit denen der Hamburger Flughafen seinen Anfang nahm. Der Name Flugplatz Groß Borstel war damals durchaus gebräuchlich, nach den ersten Jahren setzte sich dann aber die Bezeichnung Hamburg-Fuhlsbüttel durch.

Über die Geschichte Groß Borstels, die Bedeutung der Straßennamen und über andere wichtige Ereignisse im Stadtteil berichtet die sehr gut gepflegte Website www.grossborstel.de.

 

Während in Langenhorn, Alsterdorf und in Klein Borstel Wohnungsneubau stattfindet und neue Bewohner in die Stadtteile kommen, ging die Anzahl der Groß Borsteler seit 1990 um etwa 12 Prozent zurück. Bereits um 1989 war das das Problem erkannt worden, vorgeschlagene Maßnahmen, wie etwa ein verstärkter Wohnungsneubau und die Schaffung eines Ortszentrums zur Stärkung der Ortsidentität wurden aber nicht umgesetzt, wie in einem Stadtteilentwicklungsprojekt, das der Kommunal-Verein 2007 durchführte, festgehalten wurde. Zudem wurde das Fehlen eines Stadtteilzentrum mit einem Cafe sowie mit Angeboten für Familien und Kinder in Groß Borstel kritisiert. Das Interesse an Kultur, gerade für Kinder, ist in Groß Borstel zweifellos vorhanden, wie Veranstaltungsreihen wie KUKUK zeigen und hieraus könnte einmal eine wichtige Säule eines Stadtteilzentrums erwachsen.

Die Defizite in Groß Borstel wurden richtig erkannt, die eigentliche Auseinandersetzung zur Durchsetzung von Verbesserungen steht aber noch an. Die Situation in Groß Borstel ähnelt somit den langjährigen, bislang ebenfalls noch ergebnislosen Bemühungen im Stadtteil Fuhlsbüttel.

Die Zeitschrift des Kommunal-Vereins, der Gross-Borsteler Bote, infomiert sehr fachkundig über den Stadtteil und den örtlichen Einzelhandel und wird auch über Groß Borstel hinaus gelesen. Das Thema Schienenlärm betrifft auch viele Gross Borsteler, da die Gleise der Güterumgehungsbahn im Süden am Stadtteil vorbeiführen. Eine Initiative gegen den Schienenlärm betreibt ihr Anliegen sehr engagiert.

 

Hilfe für Wohnungslose in Groß Borstel 

Auffällig ist an der Ecke Borsteler Chaussee / Klotzemoor das Haus der Schreberjugend, das mit viel Arbeitsaufwand und einigen Spenden von den jugendlichen Nutzern instand gehalten wird.

Groß Borstel beherbergt im Stadtteil wichtigte soziale Einrichtungen, wie die Werkstätten für Behinderte am Klotzenmoorstieg, das Jakob-Junker-Haus der Heilsarmee, die Jugendwohnung am Brödermannsweg und den Jugendclub Beerboomstücken, um einige zu nennen.

 

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