Langenhorn fehlt eine Postfiliale
Die Antwort des Senats auf eine Anfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Gunnar Eisold bestätigt den Eindruck vieler Langenhorner: Für das Gebiet nördlich und östlich der Fritz-Schumacher-Siedlung gibt es tatsächlich eine Postfiliale zu wenig.
Viele Anwohner der Fritz-Schumacher-Siedlung und der Straßenzüge nördlich und zum Raakmoor hin kennen das Problem: Die nächste Postfiliale findet sich entweder erst am Langenhorner Markt oder in Norderstedt. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Gunnar Eisold nutzte sein parlamentarisches Fragerecht [39 KB]
um zu klären, ob die Deutsche Post AG damit ihrem Versorgungsauftrag in Langenhorn ausreichend nachkommt.
Die Rechtslage ist eigentlich eindeutig: In der Post-Universaldienstleistungsverordnung ist vorgeschrieben, dass in zusammenhängend bebauten Gebieten die nächste Postfiliale nicht weiter als 2000 Meter entfernt sein darf. Die Antwort des Senats auf Eisold Anfrage klärt zunächst auf, dass damit die Entfernung gemeint ist, die zu Fuß zurückzulegen ist – unter Beachtung von Verkehrsvorschriften und ohne sich selber in Gefahr bringen zu müssen.
Gunnar Eisold hatte beispielhaft für Anwohner der Straße Hohe Liedt nachgefragt, welche Filiale diese innerhalb von 2000 Metern erreichen können. Die Post kam zu dem Ergebnis, dass keine Filiale nah genug liegt, um noch die Vorgaben der Rechtsverordnung zu erfüllen.
Gunnar Eisold: „ Was für Anwohner der Straße Hohe Liedt gilt, dürfte auch auf die anderen Straßen in der Nähe, die nördliche Fritz-Schumacher-Siedlung und die Straßen in der Nähe des Raakmoors, wie etwa Sonnenlinie und Schwenweg zutreffen. Etliche Langenhornerinnen und Langenhorner werden von der Deutschen Post AG bis jetzt nicht so gut versorgt, wie es der Gesetzgeber eigentlich vorsieht. Das östliche Langenhorn muss daher eine weitere Postfiliale bekommen.“
Die Deutsche Post AG will den Vorwurf des Rechtsverstosses, den Gunnar Eisold bereits anlässlich der Schließung der Postfiliale in Fuhlsbüttel vermutet hatte, aber nicht allzu lange auf sich sitzen lassen. Wie sich aus der Antwort des Senates weiter ergibt, beabsichtigt sie eine neue Postfiliale einzurichten, um die Versorgung des östlichen Langenhorns zu verbessern. Eine konkrete Ortsangabe konnte sie in der Kürze der Zeit aber noch nicht machen.
Gunnar Eisold: „Ich begrüße die angekündigte Verbesserung, die für viele Langenhornerinnen und Langenhorner kürzere Wege zur nächsten Postfiliale bringen wird. Sie zeigt auch, dass das parlamentarische Fragerecht für Abgeordnete ein wichtiges Instrument ist, um Fehlentwicklungen festzustellen und für Verbesserungen Anstösse zu geben. Ich hoffe, dass die Deutsche Post AG die neue Filiale möglichst bald eröffnet.“
Zur Anfrage und zur Antwort des Senats geht es hier [39 KB]
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