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Keine neuen Hortplätze in Groß Borstel

Kehrtwende bei der Schaffung zusätzlicher Hortplätze in Groß Borstel. Der Senat hat dem Konzept der Carl-Götze-Schule nicht zugestimmt.

Das hörte sich so gut an: Die Kindertagesstätte im Brödermannsweg und die Carl-Götze-Schule wollten gemeinsam neue Hortplätze in Groß Borstel schaffen. Auch eine Elterninitiative im Stadtteil macht sich für mehr Betreuungsplätze für ihren Nachwuchs im Anschluss an den Unterricht stark. Die neuen Plätze sollten zum Teil in einem Neubau und zum Teil in den Räumlichkeiten der Schule entstehen. Zu den im Jahr 2009 vorhandenen 96 Hortplätzen wären bis 2012 weitere 100 Plätze hinzukommen. Ein Vorhaben, das den Eltern in Groß Borstel geholfen hätte. Nun allerdings dürfte das Vorhaben endgültig gescheitert sein. Wie der Senat auf eine Anfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Gunnar Eisold [12 KB] mitteilt, passe ein Neubau nicht zu den Plänen einer verlässlichen Betreuung im Rahmen der sechsjährigen Primarschule. Die zusätzliche Betreuung solle künftig in Schulräumen stattfinden, teilt der Senat mit.

Ein Argument, dass Gunnar Eisold allerdings hier nicht gelten lassen will: „Die Kooperation zwischen der Kindertagesstätte und der Schule sieht auch Hortplätze in den Räumen der Schule vor. Dies entspricht insoweit den Vorgaben der Behörde.“

Waren die neuen Plätze dem Senat zu teuer?

Tatsächlich dürften die Pläne wohl eher aus Kostengründen an der Behörde gescheitert sein. Denn das Behördenkonzept für eine verlässliche Betreuung sieht vor, den Anteil der Schülerinnen und Schüler, die im Anschluss an die Schule betreut werden, von heute 23 Prozent auf 40 Prozent zu erhöhen. Allerdings sollen der Stadt daraus keine zusätzlichen Kosten erwachsen. Dies gehe nur dann auf, wenn nicht nur Schulräume genutzt werden, sondern auch alle Gruppen deutlich größer als heute gemacht werden, so Eisold. „Die Finanzierung aus dem heutigen Kita-Gutscheinsystem mit den heutigen Gruppengrößen dürfte der Behörde schlicht zu teuer gewesen sein. Dies sollte sie auch offen zugeben, statt sich hinter konzeptionellen Einwänden zu verstecken, meint der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete. Für Groß Borstel bedeute diese Entscheidung leider, dass der Mangel an Hortplätzen auf absehbare Zeit weiter bestehen werde, bedauert Eisold.

Zur Anfrage und der Antwort des Senats geht es hier. [12 KB]

 

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